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Es wären jetzt eigentlich noch 60 Tage bis zur Kirmes
Bedingt durch Corona-Pandemie zur Zeit keine weiteren Terminangaben möglich

Schützen sagen Feste bis Ende Mai ab

JUECHEN In Garzweiler und Jüchen wird es wegen Corona zum zweiten Mal hintereinander kein Schützenfest geben, auch die Frühkirmes in Hochneukirch und alle anderen Schützentermine bis Ende Mai fallen aus. Das teilt jetzt der Gemeindeheimat- und Schützenbund Jüchen (GHSJ) mit, in dem die 13 Bruderschaften, Schützen- und Heimat-Vereine sowie Dorfgemeinschaften zusammengeschlossen sind. Einstimmig hätten bei einer Video-Schalte die Präsidenten und Bruderschaften beschlossen, bis zum 31. Mai alle Veranstaltungen und insbesondere Schützenfeste abzusagen, erklärt GHSJ-Vorsitzender Thomas Lindgens, der auch Präsident des Bürgerschützen und Heimatvereins Jüchen (BSHV) ist.
"Sicher haben die allermeisten Menschen gerade etwas ganz anderes im Sinn als Schützenfeste und fröhliche Feiern, wir Schützen stehen gerade nicht im Mittelpunkt", betont Lindgens. Es gibt weitere Gründe. "Bis zum 7. März untersagt die Corona-Schutzverordnung alle Feiern. Die Politik trifft verständlicherweise kurzfristige Regelungen, je nach Lage bei den Corona-Infektionen angepasst. Wir brauchen aber für die Organisation Planungssicherheit, müssen Verträge schließen, Absprachen machen", erläutert Thomas Lindgens. Zudem stelle sich "die moralische Frage: Ist das ein Zeitpunkt für eine Feier, wenn Menschen erkranken und sterben?", fragt der Vorsitzende.
Und wie geht es nach Mai weiter? Laut Lindgens waren sich die Vertreter der Vereine, Gesellschaften und Bruderschaften einig darin, danach "auf Sicht zu fahren". Im März "werden wir uns wieder zusammenschalten und über den Juni reden, im April dann über den Juli sprechen, im Mai über den August und so weiter", erklären die Vereinsvertreter. Für Anfang März steht zudem ein Gespräch mit Bürgermeister Harald Zillikens an, um sich gegenseitig abzustimmen.
Die im Mai ausfallenden Feste sind laut Vorsitzendem Thomas Lindgens komplett abgesagt, werden nicht etwa auf einen späteren Zeitraum dieses Jahres verschoben. Bei einer Verschiebung bestehe die Gefahr, dass die Veranstaltungen mit anderen Terminen im Schützen-Kalender kollidieren würden, sagt Thomas Lindgens.
Bei den Schützenfesten als erstes betroffen ist die St.-Sebastianus-Schützenbruderschaft Garzweiler, die eigentlich am zweiten Mai-Wochenende gefeiert hätte. Kurz vor dem digitalen Treffen des GSHJ hatten sich die Garzweiler zur Absage entschlossen. "Wir haben unsere Schützenzüge befragt und haben dann im erweiterten Vorstand gesprochen. Die Meinung war einhellig", erklärt Brudermeister Hubert Bierewirtz. "Wir wollen Besucher und Schützen keiner Gefahr aussetzen."
Auch Bierewirtz erklärt, dass die Schützen zudem Planungssicherheit bräuchten. "Bei einer Veranstaltung wären viele Auflagen zu beachten. Das geht nicht mit kurzem Vorlauf." Das Königspaar Andreas Pfankuch und Brigitte Paulußen, das 2019 im Mittelpunkt des Garzweiler Schützenfestes stand, wird damit nun im dritten Jahr regieren.
Ende vergangener Woche hatte der Bürgerschützen- und Heimatverein Jüchen die Absage seines Schützenfestes Ende Mai entschieden. Beim virtuellen Treffen des Vorstandes und Schützenkönigs Hans Reiner Jagdfeld hat es laut BSHV-Sprecher Ulrich Clancett "eine überwältigende Mehrheit" für die Entscheidung gegeben. "Grundtenor ist, dass wir kein wegen der Auflagen zusammengekürztes Schützenfest feiern wollen. Entweder geht alles oder nichts", sagt Clancett. Zu den weiteren Veranstaltungen, die nun bis Ende Mai abgesagt wurden, gehören beispielsweise Anfang Mai die Frühkirmes mit Königsschießen in Gierath und an Pfingsten die Frühkirmes in Hochneukirch.